Konfis

Was denken viele Erwachsene, wenn sie an Ihre Konfirmandenzeit zurückdenken? Oft höre ich so etwas: Eine Ausfahrt gab es nicht! Wir mussten viel auswendig lernen! Es gab eine Konfirmandenprüfung vor der ganzen Gemeinde!

Und noch manches mehr…

Zum Glück hat sich manches geändert…

Wir wollen im Konfer gleichermaßen Leichtigkeit und Tiefe erleben. Das tun wir, indem wir natürlich immer mal gemeinsam lachen. Indem wir Ausflüge und Projekte unternehmen, die das, was Glauben ausmacht, unmittelbar zeigen. Ob das ein Besuch beim Bestatter ist, wo wir uns mit den wichtigen Fragen rund um Tod und Leben beschäftigen. Oder der Besuch einer Synagoge und/oder Moschee, weil es für den eigenen Glauben nur gut sein kann, den Horizont zu erweitern und mit Vorurteilen aufzuräumen.

Confirmare (latein.) heißt wörtlich: Bekräftigen! Die Konfirmation ist also die Bekräftigung der Taufe, die bei den Meisten im Kleinkindalter vollzogen wurde. Es geht in der ganzen Zeit darum, dass die Konfirmand*innen befähigt werden, bis zur Konfirmation sprachfähig geworden zu sein:

Was bedeutet mir der Glaube? Was heißt es eigentlich, getauft zu sein? Was ist der Sinn des Lebens? Wofür bin ich da? Wie kann ich daran mitwirken, dass diese Welt schön und friedlich ist und bleibt?

Über diese Fragen denken wir nach. Mit kreativen Methoden, Kurzfilmen, Interaktivem uvm.

Denn Glaube ist nicht nur Auswendig-lernen. Glaube ist Suchen und Fragen, Lachen und Weinen – und noch viel mehr… Und – glauben Sie mir – dabei lerne ich viel von den Jugendlichen. Mein Glaube wächst immer weiter. Denn Glaube ist lebendig, und auch mit der Konfirmation ist nichts abgeschlossen.

Bisher gab es in Aumühle schon länger das KU 3-Modell. Dabei gab es eine Unterrichts-Zeit in der dritten Klasse und eine Zeit unmittelbar vor der Konfirmation. Das war bestimmt schön. Aber die Zeiten ändern sich. Und so haben wir das Modell geändert! Denn bis 2030 werden nur noch vier Pastor*innen in der gesamte Sachsenwald-Region tätig sein. Es gibt aber schon jetzt mindestes fünf Konfirmandenunterrichtsmodelle. Deshalb haben Aumühle und Wohltorf die Köpfe zusammengesteckt und werden ab sofort ein gemeinsames Modell anbieten. Ungefähr ein Jahr Konfer, gespickt mit vielen spannenden Erlebnissen, wie oben ja schon beschrieben.

Natürlich findet weiterhin der Unterricht in der jeweiligen Gemeinde und beim jeweiligen Pastor statt. Aber es wird eben auch gemeinsame Erlebnisse und Events geben. Da ist z.B. die Ausfahrt, wo wir schauen, diese möglichst gemeinsam zu planen.

Ich glaube schon jetzt: Das ist ein großer Gewinn. Und gemeinsam stemmen wir mehr.


Herzlich, Ihr und Euer Pastor Christoffer Sach