Kirchenmusik Wohltorf-Aumühle
Vorwort
Kirchenmusik als Ausdruck unseres Glaubens, unserer Gemeinschaft. Als „Workout“ für Körper, Geist und Seele. Ich danke allen Beteiligten im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und in den Kirchengemeinden Aumühle und Wohltorf, die das Gelingen der Fusion der Kirchenmusiken Wohltorf und Aumühle mit Rat und Tat unterstützt haben. Und allen Förderern, die durch ihre finanzielle Hilfe die weitere Entfaltung unserer Kirchenmusik Wohltorf-Aumühle“ ermöglichen! Nur durch sie kann weiterhin groß und hochkarätig besetzte Musik zur Ehre Gottes in unseren Kirchen erklingen.
Freuen Sie sich mit uns auf eine Vielzahl von musikalisch besonders ausgestalteten Gottesdiensten und Veranstalltungen über das Jahr. In fast allen unseren Veranstaltungen wirken die Mitglieder unserer Chöre mit. Insgesamt weit über 200 Menschen aus Aumühle, Wohltorf und Umgebung. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich unermüdlich in wöchentlichen Proben, vielen Auftritten und „drumherum“. Dafür gilt ihnen Dank und Anerkennung!
Seien Sie uns herzlich willkommen und begleiten Sie uns durch die musikalisch erfüllten kommenden Monate!
Andrea Wiese
Kirchenmusikdirektorin in Wohltorf und Aumühle
Ein Ritt durch 30 Jahre gelebtes (Kirchen-) Gemeindeleben im Sachsenwald
Denk ich an „30 Jahre Wiese in Wohltorf“ regte die Wohltorf-Aumühler Kirchenmusik Gemeinde- und Chor-Mitglieder, Konzertbesucher, Mitmachen und Mitdenker nach den Jubiläumsfeierlichkeiten für „ihre“ Kantorin Andrea Wiese an. Woran erinnern Sie sich? 30 Jahre, da kommt allerlei zusammen. Eine ganz spezielle Sicht auf den Teil der evangelisch-lutherischen Kirche, der das Wort Gottes mit und durch Musik kommuniziert. Ein Ritt durch gelebtes (Kirchen-) Gemeindeleben im Sachsenwald. Britta Buhck, Vorstandsmitglied der Reinbeker Buhck-Stiftung, erinnert sich zum Beispiel so:
„Andrea Wiese hat unsere drei Kinder deren ganze Schulzeit über begleitet und damit natürlich auch mich. Nervige Fahrdienste nach Wohltorf, teilweise mehrmals am Tag, vor Konzerten dann quasi durchgehend. Dann kam häufig noch der „kleine“ Zuruf: kannst Du mal schnell dieses Kostüm besorgen, diese Probe betreuen …. Und ich gehörte nun wirklich nicht zu den „echten“ Betreuer-Eltern, die alle so wunderbar viel Engagement zeigten. Viele Chor-Mütter und -Väter kennen das nur zur Genüge.
Aber was ist uns geblieben aus dieser Zeit? Erinnerungen an großartige Konzerte und Musical-Aufführungen, die mit Liebe zum Detail und musikalischen Höchstleistungen glänzten. Viele stolze Kindergesichter - und meist noch stolzere Elterngesichter. Wunderbare Chorfreizeiten mit vielen Proben aber auch aufregenden Aktionen, die Andrea Wiese immer mitdachte. Herrlicher Gesang, auch zu Hause, der das Haus mit Glück erfüllte. Gerade die Weihnachtszeit mit dem „Krippenspiel“ und dem „Quempas“ wäre ohne Andrea Wiese gar nicht denkbar. Die Dazugehörigkeit zur Gemeinde und auch der häufige Besuch von Gottesdiensten. Zunächst einmal, weil eins der Kinder dort sang, dann aber, weil es doch interessanter und bereichernder war als gedacht. Die Kirche war bei Gottesdiensten mit Auftritten der Kinder-Kantorei auf jeden Fall immer bis auf den letzten Platz besetzt.
Andrea Wiese hat die Kindheit und Jugend unserer Kinder und auch uns Eltern unglaublich bereichert, dafür sind wir sehr dankbar! Und hin und wieder ploppt bei dem einen oder anderen (nun bereits erwachsenen) Kind eine Nachricht von Andrea auf: „Wir singen dies und das, hast Du nicht Lust, dabei zu sein?““
Zu guter Letzt
Evangelische Kirchenmusik 2025, laut EKD: Chor-, Bläser- oder Orgelkonzerte wurden besonders häufig angeboten und fanden ihr Publikum. 53.000 Musikveranstaltungen lockten rund 4,8 Millionen Menschen dort hin, wo zumeist auch eine Orgel zu finden ist: in die Kirche. Warum kommen Menschen in die Kirche und auf was hoffen sie dort? „Unser Gottesdienst soll schöner werden“ oder doch eher, wie sie ihren Glauben in der Liturgie leben und welche Impulse sie daraus ziehen können? Eine Befragung von Gottesdienstbesuchern in Gemeinden des (katholischen) Bistums Limburg ergab, dass für 54% die Predigt beim Gottesdienst wichtig ist, 45% setzen auf Orgelmusik (42% auf Musik generell), 27% sind für „neue Lieder“, 12% für „Taizé-Gesänge“.
37% bevorzugen eine neutrale Liturgie, bei der ihnen Orgelmusik wichtig ist (38,2%), gefolgt vom Gebet (38%) und der Predigt (36,9%). Wie es wohl bei uns aussieht, in der seit Mai 2025 fusionierten Kirchenmusik Wohltorf-Aumühle und seit Januar 2026 fusionierten Kirchengemeinde Wohltorf-Aumühle?
Was unsere Kirchenmusik betrifft: Ein reichhaltiges, qualitativ hochwertiges, wunderfeines Programm hatten wir 2025 allemal. Darunter das 30. Dienstjubiläum unserer Kantorin, KMD Andrea Wiese, mit Ohren-Highlights sowie der Möglichkeit, Vertrauens- und Kulturarbeit zu leisten, ganz nebenbei, sowie klare, gemeinsame Ziele zu erkennen. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen schaffte dieser strukturierte Zusammenschluß enorme Wirkung; da wuchs etwas zusammen, das schon durch die direkte Nachbarschaft zusammengehört. Und es wächst weiter. Seit Anfang 2026 heisst es für die beiden Nachbarkirchengemeinden Wohltorf und Aumühle: Fusion als neue, strategische Handlungsoption.
Fusionen sind, das zeigt die Praxis rundum, nun wirklich keine Selbstläufer. So wie der Weihnachtsgottesdienst oder Bach’s „Matthäus-Passion“. Sie brauchen Zeit, Ressourcen, klare gemeinsame Ziele und hohe Vertrauensarbeit. Nun heißt es für alle, die in unsere beiden Kirchen in Wohltorf und Aumühle gehen: Sich kennenlernen, Vertrauen aufbauen und vor allem rasch in gemeinsames Denken und Handeln kommen. Wir sind jetzt eins, und wir haben viel vor. Siehe
unser 2026er Kirchenmusik-Programm, das Sie gerade durchgeblättert haben. Eine Handreichung, wie wir die Macht und die Kraft der (Kirchen-)Musik nutzen und geniessen können, ein weiteres gutes Jahr. Mein ganz besonderes Highlight: Mozart, am 8. November 2026. Mit unserer Kantorei und dem Barockorchester L’Arco. „Ohne Musik wär’ alles nix“, wußte Wolfgang Amadeus. Gute 200 Jahre später gab der US-amerikanische Komponist John Cage diese Ergänzung: „Ich verstehe nicht, warum Leute Angst vor neuen Ideen haben. Ich habe Angst vor den alten.“
MSD
Kirchenmusikerin
Kantorin Andrea Wiese leitet die Chöre und spielt die Orgel in Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen. Für alle musikalischen Belange ist sie die Ansprechpartnerin.
Serviceinformationen
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an KMD Frau Wiese
Die Orgel in der Heilig-Geist-Kirche in Wohltorf
Die heutige Orgel wurde 1969 von der Orgelbaufirma Beckerath gebaut. Einige Register des Vorgänger-Instruments wurden dabei übernommen. Nach der Ergänzung eines Trompeten-Registers (8') im Hauptwerk im Jahr 2008 verfügt die Orgel aktuell über 22 Register auf 2 Manualen bei mechanischer Spieltraktur.
Außerdem besitzt die Gemeinde seit dem Jahr 2009 eine Truhenorgel mit 4 Registern und Transponiervorrichtung, erbaut durch die Firma Elbertse. Die Intonation wurde extra auf den Raum der Wohltorfer Kirche abgestimmt. Das Instrument kommt vor allem als Begleitinstrument bei Konzerten zum Einsatz.