Editorial Februar - Glückselig …
Glückselig …
Gerade erst haben wir das neue Jahr 2026 begrüßt. Neujahrswünsche klingen noch nach und gute Vorsätze sind noch nicht vergessen. Manches ist aber schon unscheinbarer geworden oder in den Herausforderungen des Alltags untergegangen. Doch unsere Sehnsucht nach Glück bleibt spürbar – hartnäckig ist sie. Wo wir geglückte Lebensmomente erfahren dürfen, da werden Dankbarkeit und Freude geweckt. Wie erfüllend ist es doch, Lieben und Geliebtwerden zu erleben, Sinn in unserem Tun wahrzunehmen und Lebenskräfte in herausfordernden Umbruchsituationen zu entwickeln!
Vielfach werden wir daran erinnert, dass es wichtig ist, Widerstandskräfte in uns hervorzuholen und Resilienz zu stärken, um dem, was uns schwer ist, begegnen zu können.
In der Bibel können wir Gedanken entdecken, die zur Quelle von hoffnungsvoller Widerstandskraft werden können. So in den „Seligpreisungen“ (Matthäusevangelium Kapitel 5).
Diese Worte Jesu sprechen gerade denen, die es schwer haben, Glück zu. Verrückt und unverschämt klingt das – und das ist es auch: Die Sicht auf leidvolle Erfahrungen wird ohne Scheu verrückt „Glückselig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Sie werden satt werden.“ So wird Kraft zum Widerstehen geweckt! In den Worten der Kirchenclownin Gisela Matthiae klingt das so:
„Glückselig die Übermütigen, denn sie haben Mut über.
Glückselig die Nachdenklichen, denn sie werden zu Vordenkern werden.
Glückselig die Kleinen, denn sie kommen groß raus.
Glückselig die Überforderten, denn sie werden ihre Grenzen finden.
Glückselig all jene, für die Glücksmomente einmalig sind,
sie werden ständig neue erleben …“
(zum Weiterlesen: Gisela Matthiae: Übermütig, S. 14)
Es grüßt Sie Ihre Pastorin
Wiebke Rogall-Machona (Vertretungspfarramt)